Sanierung der Burg in Neustadt-Glewe

Bauherr: Stadt Neustadt-Glewe, vertreten durch den Sanierungsträger GOS mbH, Ludwigslust

Die Burg Neustadt-Glewe ist die älteste noch erhaltene Wehrburg Mecklenburgs. Als Randhausburg hat sie einen rechteckigen Grundriss und gliedert sich in das Alte Haus, das Neue Haus, die Ringmauer mit Toren und Wehrgängen sowie den Bergfried. Torhaus, Zugbrücke, Burgkapelle, Marstall und Burgschmiede sind nicht mehr erhalten.

 

Erste Erwähnung findet die Burg Mitte des 13. Jahrhunderts. In den späteren Jahrhunderten folgten verschiedene Umbauphasen. Der 28 m hohe Bergfried wurde z.B. Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut, das neue Haus wurde zum ersten Mal im Jahr 1576 erwähnt.

 

Für die gesamte Burg wurde ein Nutzungskonzept erstellt. Dieses sieht für den Burgturm eine museale Nutzung vor, ebenso für das Obergeschoss des Neuen Hauses. In dessen Erdgeschoss entstand ein Versammlungsraum, der zeitweise vom Museum mitgenutzt wird. Im Erdgeschoss des Alten Hauses wird ein Restaurant betrieben, die Obergeschosse wurden für verschiedene, wechselnde Nutzungen hergerichtet.

 

Die Sanierungsarbeiten begannen 1996. Vordergründiges Ziel war die Erhaltung der historischen Bausubstanz, die Wiederherstellung von überlieferten Bauformen und die klare Abgrenzung zu eingefügten Neubauteilen. So wurde für die Erschließung des Neuen Hauses ein transparentes Treppenhaus vor die Hoffassade gestellt. Der notwendige Aufzug ist der einzige geschlossene Einbau in dem historischen Baukörper. Für das Büro wurden Glaswände gewählt, so dass die Kubatur der ursprünglichen Räume weiterhin ablesbar bleibt. Im Alten Haus waren umfangreichere Einbauten für Küche, Toiletten und Versorgung notwendig. Auch diese wurden modern gestaltet und grenzen sich deutlich gegenüber der historischen Substanz ab.

Bauzeit: 1996-2007